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Pilzix3


Phantarch
Phantarch
Ich hatte mich bereits an die Kälte um mich gewöhnt, dennoch nicht an den Schmerz. Da zog mich jemand hoch
Wärme durchlief mich, ich wollte mich wehren, war aber einfach nicht dazu in der Lage. Mein Körper war ein schlaffer, lebloser Sack. Sonst nichts.
Wieso musste mich jemand finden und auch noch wecken.
Die Person sollte mich gefälligst hier liegenlassen. Ich wollte nicht, dass mir geholfen wird.
Ich wurde hingesetzt und dann schaute ich hoch.
Wer hatte es da gerade gewagt mir zu helfen?
Da erkannte ich nicht wie ich erwartet hatte die Polizei, sondern Thorben. Einer aus einem Jahrgang über mir. Es war mitten in der Nacht, aber es konnte nur er sein.
Was sollte das?
Ich kroch auf den Boden, aber er hinderte mich daran und nahm mich auf den Arm.
Er bewegte sich Schritt für Schritt und auf einmal saß ich wieder auf der Parkbank.
Nein, dachte ich.
Ich zog die Knie an und grub meinen Kopf unter meine Arme.
Ich fing an, an meinen Haaren zu ziehen und gluckste weiter. Ich wusste nicht, wie noch etwas in mir sein konnte, aber es kam immer und immer wieder was.
Er blieb da und sagte auf einmal etwas.
"Die Polizei ist weggegangen. Die scheint das wohl nicht zu interessieren. Sie meinten zu uns noch, dass dein Vater keine Chance mehr hatte zu überleben und der Fahrer des anderen Wagens sei ebenfalls sofort tot gewesen. Es ist schon spät. Wenn du möchtest bringe ich dich nach Hause."
Wieso kümmerte es ihn, was mit mir passierte. Mich mochte eh niemand wirklich besonders.
Er sollte das gefälligst sein lassen. Ich mach eh nur Probleme.
Ich mein was ist aus mir geworden. Vor ein paar Stunden war ich noch so wie immer.
Ätzend, an allem rummeckernd - nach außen hin - und von Innen immer etwas nachdenklich.
Und jetzt?
Ich war voll von meiner Kotze, heulte, schluchzte wie am Spieß und wäre am liebsten tot und dann kommt er noch und will helfen.
Ich kann mich wahrscheinlich sowieso nicht wehren und er bringt mich nach Haus.
Ich mein das ganze ist ... wirklich nett und irgendwie fühlt man sich nicht mehr ganz so allein.
Noch nie hatte jemand an mich gedacht außer meiner Familie, aber jetzt war mein Vater tot und der Rest war jetzt wahrscheinlich auch zu nichts gebrauchen.
Beim bloßen Gedanken bekam ich wieder einen Würgereflex, aber ich konnte mich eh nicht mehr übergeben, es war ja gar nichts mehr zum auskotzen da.
Es war eine lange Stille. Niemand sagte was.
Dann umarmte mich auf einmal jemand . Nja es musste wohl Thorben sein. Aber ich hatte ja nicht darauf geachtet.
Ich stand auf.
"Lass das", zischte es aus meinem Mund. Ich stieß ihn weg. Zwar war es nicht stark genug, weil ich keine Kraft mehr hatte, aber man musste wohl oder übel erkennen was das bedeutete. Dann fing ich an zu schwanken. Mein Kreislauf war einfach im Keller und gezittert hab ich auch die ganze Zeit. Ein bisschen unterkühlt war ich wahrscheinlich schon.
Ich drohte zu kippen, wenn er nicht da gestanden hätte, wäre ich auch hingefallen.
"Du solltest jetzt wohl aufhören dich aufzuregen."
Ich traute mich nicht ihn anzuschauen, aber man konnte an seiner Stimme hören, dass er ein lächeln auf den Lippen hatte. Lachte er mich etwa aus.
Was sollte das?
"Warum lachst du denn?"
Ich versuchte so doll ich konnte ihn zu boxen und drängte mich von ihm weg. Ich taumelte. Irgendwo, wo ich von hier wegkam.
"Sammy, bleib hier, du kannst ja nicht mal richtig gehen."
Bevor ich weit genug weg war, war ich wieder in seinem Schlepptau. Zuerst griff er mich um die Taille um mich dann wieder zu tragen, ohne mich zu fragen.
"Lass mich runter. Ich will das nicht."
Ich trommelte mit meinen Armen auf seinen Rücken, was er wohl eher als Massage empfand, so lasch wie das war.
"Warum tust du das. Ich brauch niemanden."
"Oh doch, Sammy. Hör einfach mal auf dich gegen alles zu widersetzen. Du kleiner Sturkopf. Außerdem wartet zu Hause bestimmt deine Mutter und macht sich Sorgen. Ich denke es reicht, dass einer sterben musste.", es klang vorwurfsvoll und irgendwie fühlte ich mich schlecht deswegen. Er hatte recht. Genau das war es, was durch meinen Kopf lief.
Er machte sich definitiv sorgen um mich und was tue ich. Ich muss ihn zurückweisen und meckern wie sonst auch.
"So und sei jetzt einfach mal ruhig."
Diese Art mit der er die Worte aussprach konnten mehr schmerzen als ich gedacht hatte. Aber was sollte das jetzt heißen.
Ich lebe weiter.
Vorhin hatte ich mir vorgenommen, wenn ich aufwache ohne tot zu sein, werde ich versuchen etwas aus meinem Leben zu machen. Toll, warum musste er mich denn wecken. Jetzt kommt alles anders. Er redete von meiner Mutter. Sie macht sich immer so viel Sorgen. Umbringen wird sie sich, wenn sie erfährt, dass ich auch tot sein könnte.
Ich tat was er gesagt hatte und hielt meinen Mund.
Immer wenn ich mich mit Leuten abgab, artete es zu Problemen aus, das war einfach typisch bei mir.
Sollte ich noch was sagen, würde es nur schlimmer werden, dass wusste ich.
Ich merkte noch wie ich in ein Auto gesetzt wurde. Der Motor fing an zu laufen und das gewohnte Geräusch durchdrang meinen Gehörgang. Angenehm war es und warm ebenfalls.
Gemütlich halt.
Vielleicht war ich gerade zu schwach geworden um weiter den Schmerz intensiv wahrzunehmen. Wie immer war mir das völlig egal.
"Hast du dich etwa nicht angeschnallt?"
"Ähm.."
Ich war gerade überrumpelt worden. Er redete, damit hatte ich nicht gerechnet.
Was hatte er denn gesagt? Ich zitterte immer noch.
"Okay schon gut, dann mach ich das halt. Ist Madame sich also zu fein dazu."
Seine Laune schien sich nicht gebessert zu haben.
"Mecker mich nicht an, klar." Tränen füllten wieder meine Augen. Sie liefen langsam über meine Wangen hinab.
"Warum nicht. Du machst auch nichts anderes mit mir. Du bist nicht die einzige, die zu sowas fähig ist und hör auf deswegen zu flennen. Wie ein kleines Mädchen verhälst du dich."
Jetzt wurde er gemein, so fies war ich nicht zu ihm.
"Dann lass mich doch gehen, wenn du mich nur runtermachen willst. Ich verstehe sowieso nicht warum du versuchst zu helfen."
Ich schlug die Autotür auf und wollte wegrennen. Was aber eher misslang. Ich rutschte auf einem Rasenstück aus und landete in einer Pfütze, die durch den Regen entstanden war. So war es das Beste, wenn ich im Dreck lag.
Ich war ja selbst nicht mehr als das. Nun war ich nass und voll Schlamm. Der richtige Platz für mich.
So konnte er mich einfach nicht in sein Auto lassen, dann könnte ich endlich sterben.
Aber schon wurde ich wieder hochgenommen.
Er zwang mich ihn anzuschauen. Eigentlich konnte ich durch die Tränen eh nicht viel sehen, aber es war einfach unangenehm.
"Ich weiß was du vorhin erfahren hast, klar. Und ich kann nur zu gut verstehen wie du dich gerade fühlen musst. Bewahre einfach mal ruhig Blut und lass dir helfen. Hast du verstanden? Ich möchte dich nur nach Hause bringen"
Ich reagierte erst nicht, weswegen er anfing mich zu schütteln.
"Hast du verstanden?"
Ich sagte nichts, aber er hatte recht. Die Tränen flossen noch mehr. Ein kaputtes Wrack innerhalb von wenigen Stunden. Wie schnell das gehen konnte.
Er war trotzdem da, obwohl ich nicht nett zu ihm war. Irgendetwas bedeutete ich ihm oder ich tat ihm einfach leid.
Weil Worte bei mir meistens nur negative Auswirkungen hatten, klammerte ich mich an ihm fest.
Ich glaube, dass war das Richtige was ich tat. Denn er wehrte sich nicht dagegen. Nun standen wir in dem Regen und er machte einfach keine Anstalten gehen zu wollen. Ich wusste dennoch nicht wieso er das tat.
Okay früher hatte er sich auch ab und zu mal mit mir unterhalten und einmal waren wir zusammen auf einem Konzert, aber so richtig Kontakt hatten wir sonst nicht.
Er strahlte so eine Wärme aus, sodass mein Körper nicht mehr ganz so fror und ich aufhörte zu zittern. Es war schön und ein teil in mir schien zu heilen. Geborgen fühlte ich mich.
Doch auf einmal war alles schwarz um mich herum. Ich stand alleine in einem dunklen Raum. Meine Arme umfassten nicht mehr ihn, sondern einfach die Leere.
Wo war ich denn? Wo war er?
Ich brauchte ihn doch. Panik stieg in mir auf. Mein Atem ging schneller, mein Herz begann zu rasen. Ich war völlig aufgelöst. Wieso musste er denn weg sein, gerade wo ich ihn doch brauchte?
Ich zitterte und dann schlug ich die Augen auf.

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Wow, deine Geschichte klingt bisjetzt richtig gut. Ich muss sagen, dein
Schreib-Style ist meinen sehr ähnlich.
Da ich einen neuen PC habe, (lange Geschichte) kann ich kaum den Text
sehen und alles ist großgeschrieben ... (Hält mich lange nicht davon ab,
es trotzdem zu versuchen).
Mal sehen, ob ich das regeln kann. Dann kann ich dir auch mehr
sagen was Rechtschreibung angeht.

Weiter so!

http://legend-stories.forum.st

Pilzix3


Phantarch
Phantarch
Dankeschön, aber ich wollte die Geschichte so belassen, weil ich lieber
Kurzgeschichten schreibe, wo ich vieles offen lasse und man selber
die genaue Story sich zusammenreimen kann.

Okay, gibt es da dann noch bestimmte Regeln an die man sich halten muss??

Aber eine Frage, wenn ich noch weitere Kurzgeschichten hier reinsetze,
ist es besser diese nur in diesem Thema, was ich gestartet habe zu
veröffentlichen, oder?

freunde mfg. pilzix3

Nala

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Phantarch
Phantarch
Ich mag keine offenen enden aber wenn so geschrieben ist wie bei dir dann ist es in ordnung. du hast richtig spannend und mit fühlend geschrieben . richtig richtig schön.

und jetzt zitiere ich libbi: Mach weiter so!

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Gleich zu Favos gesetzt ^^

Nönö, jede Geschichte kann ihr eigenes Thema haben. Ist besser dann mit den Kommentieren. 8)

Okay, gibt es da dann noch bestimmte Regeln an die man sich halten muss??
In Hinsicht auf die Kurzgeschichte oder auf das Themenöffnen? : P

http://legend-stories.forum.st

Pilzix3


Phantarch
Phantarch
oh Dankeschön ihr Beiden. ^////^

Okay. Themenöffnen hat sich dann ja erledigt. Um ehrlich zu sein weiß ich gerade ncht mehr, was ich damals wissen wollte. ^^ Mein Gehirn ist wie ein Sieb. ^^''

lg. vom Pilz ^.^
hdl <3

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