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1 Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Sa Aug 20, 2011 1:29 pm

Enrico

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Lehrling
Lehrling

Die Wölfe
~Das Leben danach~



Klappentext:
“Ich werde ihnen nie verzeihen können, was sie in den fünf Jahren aus dir gemacht haben. Wo ist deine Stärke geblieben, die mich durch die Hölle unseres Lebens getragen hat? Wo dein strahlendes Lächeln, das unsere grauen Tage erhellt hat? Wo ist der Freund geblieben, an dessen Seite ich es mit dem Teufel aufgenommen habe?
Ich werde nie aufhören dafür zu kämpfen, dass du mich begleitest und wieder wirst, was du einst warst!“

Sie kämpften zusammen auf den Straßen von New York gegen die gefürchteten Red Dragons. Gemeinsam gingen sie durch die Hölle, bis sie in Folge eines gewaltigen Bandenkrieges auseinandergerissen wurden. Enrico River floh nach Italien, Toni Bandel blieb allein in New York zurück. Als sich beide das erste Mal wieder begegnen wird schnell klar, dass Enrico sich stark verändert hat. Er ist nicht mehr der gefürchtete Bandenchef von einst und Toni kommen Zweifel, ob er den Freund im Kampf gegen die alten Feinde noch gebrauchen kann. Aber geht es wirklich nur darum Enrico zur Heimkehr zu überreden? Steckt hinter Tonis Handeln nicht viel mehr eine tiefe Sehnsucht, die er nicht länger leugnen kann?



Prolog
Das letzte Mal, als ich dich sah, waren deine Augen blutunterlaufen, dein Gesicht war geschwollen und deine Wangen hatten sich dunkelrot verfärbt. Sie haben dich geschlagen und getreten, als du mir zur Hilfe kommen wolltest. Erst als du dich nicht mehr rühren konntest, ließen sie von dir ab und ketteten deine Hände mit Handschellen an die Heizungsrohre. Du hättest den Flammen nicht entkommen können, nicht einmal, wenn du noch die Kraft zum Aufstehen gefunden hättest. Ich versuche die Bilder unserer letzten gemeinsamen Minuten zu vergessen, aber es gelingt mir nicht. Es gab so viele glückliche Augenblicke mit dir, doch jeder Gedanke an dich ruft mir lediglich diese eine Nacht ins Gedächtnis zurück. Wäre ich dir damals nicht begegnet, dann wäre uns all das erspart geblieben.

Mit einem großen Wasserglas sitze ich auf dem Bett in meinem Zimmer. Die Flüssigkeit in ihm trübt sich, während sich sprudelnde Blassen von einem bunten Mix an Tabletten erheben, die sich darin auflösen. Ich schließe langsam die Augen und setze das Glas an meine Lippen. Ich habe dem Tod so oft ins Gesicht gesehen, er macht mir keine Angst mehr.
Während ich trinke, versuche ich mir noch einmal dein Antlitz ins Gedächtnis zurück zurufen. Es ist so lange her, dass ich Angst habe, deinen unversehrten Anblick vergessen zu haben. Ich hatte damals nicht die Möglichkeit, ein Foto von dir mitzunehmen. Lediglich die Kette, die ich um den Hals trage, ist mir von dir geblieben. An einer silbernen Gliederkette hängt ein Anhänger in der Form eines Wassertropfens. Er ist farblos und schimmert nur im Sonnenlicht bläulich. In seinem Inneren ist eine Wolfspfote eingearbeitet. Wie von selbst ergreifen meine Finger den Anhänger. Ich fahre die glatte Oberfläche ab und versuche mich zu erinnern.
Verschwommen nehmen deine Gesichtszüge in meinem Geist Gestalt an. Deine smaragdgrünen Augen, die schwarzen Haare, die sich an ihren Spitzen zu kleinen Locken zusammen drehten. Deine tiefe Stirn, die du immer runzeltest, wenn du sauer auf mich warst. Wie seltsam, dass du in meinen Gedanken nie lächeln kannst. Immer schaust du, als würdest du dich fragen, wo ich so lange bleibe und mir sagen wollen, dass du schon eine halbe Ewigkeit auf mich wartest.
Die Kraft weicht aus meinen Händen, ich kann das Glas nicht länger halten. Es gleitet aus meinen Fingern und schlägt auf den harten Steinboden neben meinem Bett auf. Ich spüre wie die Müdigkeit meine Sinne betäubt. Ich höre das Zerspringen des Glases nur noch gedämpft. Ich bin so müde. Mein Körper entspannt sich, all meine Muskeln werden so schlaff, dass ich den Halt verliere und auf die Seite falle. Meine Augen sind so schwer, dass ich gar nicht erst versuche sie zu öffnen.
Du musst nicht mehr lange warten. Geistert ein letzter Gedanke an dich durch meinen betäubten Geist, bevor ich ihre Schritte hören kann. Sie sollen weg bleiben, ich will nicht gerettet werden!

2 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Sa Aug 20, 2011 3:14 pm

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Hallo erstmal,
Der Klapptext zu Anfang verleitert sehr stark dazu weiterzulesen und ich freue mich wirklich mal was aus einer neuen Sparte zu lesen (Da ich mich zu sehr auf Fantasy beschränke). Um ehrlich zu sein, vestehe ich den Zusammenhang zwischen den Klapptext und Prolog NOCH nicht ganz. Aber, es ist ja auch noch nicht viel Text. Gute Arbeit soweit, ich bin gespannt!

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3 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Sa Aug 20, 2011 5:11 pm

Enrico

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Lehrling
Lehrling
Danke schön für die super schnelle Reaktion auf meinen Text, das hatte ich gar nicht erwartet. Es freut mich das mein Klappentext das erreicht wozu ich ihn ja geschrieben habe. Normal fällt es mir wirklich schwer, meine Romane kurz zusammen zu fassen und dabei noch Spannung zum Weiterlesen zu erzeugen. Schön das es mir hier gelungen ist. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du mir auch weiterhin dein Feedback geben könntest ^^.

mfg. Enrico

4 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am So Aug 21, 2011 9:37 am

Enrico

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Lehrling
Lehrling
1. Kapitel
~Ein persönlicher Auftrag für Toni~

Seit zwei Stunden lag er jetzt schon in diesem klapprigen Bett und konnte nicht einschlafen. Im Arm hielt er seine schlafende Freundin Anette. Wie sie bei dem Lärm hatte einschlafen können, war ihm unbegreiflich. Trotz geschlossenem Fenster war der Verkehr der Hauptstraße, vor dem Apartment, deutlich zu hören. Es verging keine halbe Stunde, ohne das ein Streifenwagen mit Blaulicht vorbei fuhr. Die Mieter nebenan hatten sich das dritte Mal in dieser Nacht die Köpfe eingeschlagen. Immer wieder dröhnten ihre Beschimpfungen und Flüche durch die dünnen Wände:
“Halts Maul du Schlampe!”
“Fick dich du Bastard!” Toni schüttelte mit dem Kopf. Am liebsten wäre er aufgestanden und hätte die beiden Streithähne erschossen, damit wieder Ruhe war. Sein Blick glitt zum Nachtschränkchen, auf dem seine Neunmillimeterpistole lag. Seine Hand ballte er unter der Decke zur Faust, bereit seinen Plan in die Tat umzusetzen, wenn nicht gleich Ruhe einkehrte.
Neben ihm regte sich etwas, erschrocken sah er zur Seite. Seine Tochter drehte sich von einer auf die andere Seite. Sie lag zwischen ihm und Anette und murmelte unverständlich im Schlaf. Sicher würde sie gleich aufwachen, wenn der Lärm nebenan weiter ging. Das blonde Mädchen mit den lockigen Haaren rollte sich zu einer Kugel zusammen und presste sich eng an ihre Mutter. Die kleinen Finger verkrampften sich in Anettes Nachthemd. Ein leises Seufzen kam über die Lippen seiner Freundin. Instinktiv legte sie ihren Arm um die Tochter, ohne augenscheinlich davon aufzuwachen. Toni beobachtete die Szene besorgt, dann drehte er seinen Blick zur Wand, hinter der die störenden Stimmen entstanden. Es war wieder ruhig geworden. Während er hoffte, dass es so blieb, kündigte sich mit lautem Sirenengeheul ein Streifenwagen an. Das Zimmer wurde in blauweißem Licht gebadet.
Kira drehte sich von ihrer Mutter zu ihm. Ihre im Schlaf gesprochenen Worte wurden zu einem herzzereisenden Wimmern. Ihre kleinen Finger gruben sich in Tonis Unterarm, heiße Tränen fielen ihm auf den Oberkörper. Sie hatte sicher wieder einen Alptraum gehabt und das Sirenengeheul hatte sie zusätzlich erschreckt. Wie er dieses Apartment hasste, aber er konnte sich kein anderes leisten.
Mit seiner freien Hand fuhr Toni Kira über den Rücken. Ihre weiche Haut war ganz kalt und das, obwohl sie zwischen ihnen lag. Seit zwei Monaten hatten sie kein Geld mehr für die Gas- und Stromrechnung gehabt und das im tiefsten Winter. Toni hob seine Decke von sich und legte sie zusätzlich um Kira. Nur langsam begann sie sich wieder zu beruhigen. Toni wischte ihr die Tränen mit dem Daumen von den schmalen Wangen und gab ihr einen Kuss auf ihre blonden Locken, dann schob er das Kind von sich. Er konnte einfach nicht mehr still liegen bleiben. Auch Anettes Kopf schob er von seiner Schulter und legte sie im Kopfkissen ab, dann stand er auf. Mit beiden Händen fuhr er sich durch das Gesicht und über seine brennenden Augen. Das war die zweite Nacht, in der er kein Auge zugemacht hatte. Er seufzte schwer, als er sich eingestand, dass es auch heute Nacht keinen Sinn machte. Toni ging zwei Schritte weiter auf einen Stuhl zu. Er griff nach dem Hemd, das er über die Stuhllehne gehängt hatte und zog es sich über. Seine Hose hatte er noch an, in weiser Voraussicht, dass er sich nicht lange ausruhen wollte.
Wieder waren aus dem Nachbarapartment Stimmen zu hören. Die Lautstärke war gedämpfter als zuvor, so dass er die Worte nicht mehr verstehen konnte. Das änderte jedoch nichts daran, dass dieses streitende Ehepaar ihm auf die Nerven ging.
Toni suchte den Boden nach seinen Schuhen ab. Er musste von hier verschwinden, bevor ein Unglück geschah. Neben dem Bett wurde er fündig. Leise schlich er an den Rand des Ehebettes zurück und setzte sich auf die Matratze. Anette und Kira schliefen noch so, wie er sie zurück gelassen hatte. Ein sanfter Ausdruck schlich sich auf seine dunklen Gesichtszüge. Sie sahen wie zwei Engel aus, die etwas Besseres als dieses Leben verdient hatten. Auch wenn Anette es ihm verboten hatte, auch wenn sie ihn immer wieder zu ehrlicher Arbeit anhielt, er würde gehen und sich das nötige Geld besorgen, damit sie endlich hier ausziehen konnten. Fest entschlossen wandte er sich seinen Schuhen zu und zog sie sich an. Einen konkreten Plan hatte er zwar noch nicht im Kopf, aber der würde ihm unterwegs schon noch einfallen. Hauptsache er hatte einen Grund, der es rechtfertigte, seine Familie hier allein zurück zu lassen. Der Gedanke Geld zu beschaffen, reichte zumindest aus, sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Nachdem er seine Schuhe fest verschnürt hatte, stand Toni auf. Mit langsamen Schritten ging er zum Nachtisch. Beiläufig griff er nach seiner Pistole, während sein Blick zur Apartmenttür glitt. Gedanklich war er bereits auf der Straße. Er würde zu Aaron fahren und sich von ihm einen neuen Job geben lassen. Immer wieder war der alte Mann, mit dem er schon seit Jahren zusammen arbeitete, auf ihn zugekommen. Stets hatte er ihn enttäuschen müssen. Aufträge gab es in diesen Zeiten mehr als genug und Toni wusste, dass er der beste Scharfschütze weit und breit war, aber Anette zu liebe hatte er sich von seinem alten Leben distanziert. Auch wenn sie sicher recht damit hatte, es musste endlich etwas geschehen, bevor sie drei noch unter der Brücke schlafen mussten. Sein Job am Hafen brachte so wenig ein, dass er nur die Miete bezahlen konnten und Anette verdiente als Krankenschwester gerade mal so viel, um ihre kleine Familie mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Zeiten waren hart geworden. Susen, Anettes Arbeitsgeberin und ihr Ehemann Raphael kamen selbst kaum über die Runden, seit die Drachen die Krankenhäuser der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht hatten, und die Kunden in ihrer Praxis ausblieben. Mit ehrlicher Arbeit war eben noch keiner reich geworden.

Toni legte seine Finger um den Griff der Waffe und nahm sie an sich. Er wollte sie gerade in seinen Hosenbund stecken, als Anette erwachte. Erschrocken sah sie ihn an und griff nach seiner Hand. Er spürte ihre kalten Finger um sein Handgelenk. Wild musterten ihn Anettes Augen. Sie ahnte was er vorhatte, das konnte Toni ihr ansehen.
“Wo willst du hin?”, wollte sie von ihm mit zitternder Stimme wissen.
“Ich geh unsere Nachbarn erschießen!”, kam ganz automatisch über seine Lippen. Der Gedanke gefiel ihm noch immer, besonders jetzt, wo ihre wilden Anschuldigungen wieder laut genug wurden, um sie verstehen zu können: “Du Hure, du hast zu tun, was ich dir sage!”
“Nein, aahhhhh du tust mir weh! Lass los! Du brichst mir den Arm!”
Toni sah verächtlich an die Wand, hinter der die Stimmen ihren Ursprung hatten. Es war ganz einfach, er brauchte nur einen Schalldämpfer aufschrauben, klingeln und zwei Schüsse abgeben.
“Toni!” Anettes flehende Stimme ließ ihn diesen Gedankengang vergessen. Er wand seinen Blick wieder ihr zu. Eindringlich sah sie ihn an. Toni wusste was sie sagen wollte, ohne das sie miteinander sprachen mussten. Er sollte sich wieder zu ihr ins Bett legen und Ruhe bewahren.
“Das war nur ein Spaß gewesen”, log er. In Wahrheit hätte er keine Skrupel davor gehabt, dieses Ehepaar zum Schweigen zu bringen.
“Wo willst du dann hin?”, ließ Anette nicht locker. Noch immer hielt sie seine Hand am Gelenk in ihrem eisernen Griff gefangen.
“Ich brauch nur etwas frische Luft”, log er wieder. Skeptisch sah Anette ihn an. Ihr Griff wurde noch fester und ihre Gesichtszüge ernster.
“Toni! Mach keinen Scheiß! Deine Familie braucht dich, du kannst dir nicht leisten in den Bau zu gehen!” Toni rollte nur mit den Augen. Immer wieder die selbe Leier. Er war jetzt seit seinem 14. Lebensjahr Auftragskiller und nie hatte man ihn mit den Morden, die er begangen hatte, in Verbindung gebracht. Er war ein Profi, auch wenn er sich seit Kira auf der Welt war, keine offiziellen Jobs mehr hatte geben lassen. Das Problem an seiner Arbeit war bestimmt nicht die Polizei, sondern viel mehr die Männer, die er töten sollte. Aber die Gefahr ins Gefängnis zu kommen hörte sich für Anette scheinbar besser an, als die Angst auszusprechen, dass er von einem der Drachen aus Rache umgelegt wurde. Dabei war es doch Toni, der allen Grund hatte endlich mal wieder auf Drachenjagd zu gehen. Bei diesem Gedanken begann es ihm in den Fingern zu jucken. Es war inzwischen schon eine ganze Woche her, seit er den letzten Mann aus diesem verdammten Clan umgelegt hatte. Das Loch im Kopf hatte ihm besser gestanden, als die hässliche schwarze Mütze, die er aufgehabt hatte. Während Toni in Erinnerungen schwelgte, zeichnete sich auf seinen Lippen ein gefährliches Lächeln ab.
“Toni, du hast mir was versprochen!”, rief Anette ihn an. Ihr waren seine Gedanken sicher nicht verborgen geblieben, immerhin kannte sie ihn gut genug. Toni drängt das Lächeln von seinen Lippen und zwang seiner Stimmer einen überzeugend klingenden Ton auf, als er sie wissen ließ:
“Ich will nur frische Luft schnappen, mehr nicht!”
“Wenn du noch einen Menschen umbringst, sind Kira und ich weg”, drohte sie.
“Ich weiß!”, entgegnete er ihr so ruhig wie möglich. Diese Drohung sprach Anette nun schon seit vier Jahren aus. Es war schon zu einem festen Ritual zwischen ihnen geworden. Obwohl Toni ihr nie etwas von seinen Aufträgen und den Dingen erzählte, die er Nachts tat, wenn er nicht einschlafen konnte, war er sich sicher, dass sie wusste, dass er auch vor einer Woche wieder getötet hatte. Immerhin hatte sie das Blut an seinem Hemd gesehen, als sie es waschen musste. Gesagt hatte sie jedoch nichts. Es war eine leere Drohung, mit der sie sich erhoffte ein wenig Normalität in ihre gemeinsames Leben erzwingen zu können, als wenn je etwas darin normal gewesen wäre.
Anettes Augen begannen ihn noch einmal zu mustern, dann endlich gab sie seine Hand frei.
“Sei bis zum Sonnenaufgang wieder da! Du musst morgen Arbeiten!”, ließ sie ihn noch wissen. Ein Seufzer kam ihr über die Lippen. Sie wusste das er tat, was er für richtig hielt und sie daran nichts ändern konnte.
“Das werde ich”, versicherte Toni ihr. Nun endlich konnte er die Waffe in seinem Hosenbund verstauen und dieses unerträgliche Apartment verlassen.

5 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am So Aug 21, 2011 3:58 pm

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Danke schön für die super schnelle Reaktion auf meinen Text, das hatte ich gar nicht erwartet.
Wann immer sich Zeit findet ; )

Schwieriges Thema, dass dir ausgesucht hast. Bis jetzt, aber gut & verständlich umgesetzt. Ich finde, totz der augenscheinlichen Skrupelosigkeit des Hauptcharakters, kann man sich dennoch schnell mit ihm anfreunden (was zumal wohl an der Familien (und auch der allgemeinen)-Situation liegen mag.)

Kann es sein, dass du leicht von den Mafia Spielen angetüncht wurdest? (Hehe, hier melded sich ein Freak.)

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6 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am So Aug 21, 2011 5:09 pm

Enrico

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Lehrling
Lehrling
hey^^

es freut mich, dass man sich trotz des schwierigen Themans gut in Toni hineinversetzen kann und das er neben seinem skrupellosen auch als Familienvater ankommt. Dann habe ich ja was richtig gemacht^^. Was die Mafiaspiele angeht. Ich hab den zweiten Teil erst vor drei Wochen gespielt, der Roman ist aber schon 10 Jahre und mehr alt^^. Ich hab mich aber auch gleich im Spiel wiedergefunden, warum ichs mir auch gekauft habe. Weil es mich an meinen Roman erinnert hat. Also wars eher umgekehrt lach. Aber wenn du dich damit auskennst hab ich ja eine Fachkraft für meinen Roman,was dessen Glaubwürdigkeit angeht.

mfg. Enrico

7 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Mo Aug 22, 2011 3:44 pm

Enrico

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Lehrling
Lehrling
Auf der Straße fühlte sich Toni wie benommen. Die Wohnhäuser und Straßen zogen an ihm vorbei, ohne, dass er sie wahr nahm. Seine Hände hatte er in den Hosentaschen verstaut, seinen Blick gesenkt. Mit dem Fuß trat er einen Kieselstein vor sich her.
Vor fünf Jahren war alles besser gewesen. Damals, als diese Stadt noch den Wölfen gehörte, damals als Enrico noch bei ihm war. Beim Gedanken an seinen besten Freund durchfuhr Tonis Herz ein heftiger Stich. Er blieb stehen und wandte seinen Blick in den Himmel. Er war bewölkt, nicht einmal der Mond lugte durch die schwarze Wolkendecke hindurch. Einzelne Regentropfen fielen ihm ins Gesicht. Er genoss das Wasser auf seiner Haut zu spüren und schloss die Augen. Bilder flackerten in ihm auf, von einer Zeit, als noch alles anders war:
Er war diese Wege nicht allein gegangen. Ihm eilte ein junger Mann voraus. Seine blonden Haare wirbelten durcheinander, als er sich zu Toni umdrehte. Er lächelte ihn fröhlich an, die eisblauen Augen strahlten ungeduldig.
“Komm schon Toni! Aaron wartet auf uns. Ich habe extra Hundekuchen mitgenommen, um Scotch und Wisky zu bestechen.” Toni schluckte schwer. Er glaubte die Stimme Enricos wirklich hören zu können. Beinah war es ihm, als wenn er tatsächlich mit ihm sprechen würde. Das Lächeln, die eisblauen Augen, seine unbeschwerte Art, alles schien zum Greifen nah. Er brauchte nur die Hand ausstrecken und trotzdem, es waren nur Erinnerungen. Er war nicht mehr da, er würde nie wieder kommen. Die Drachen hatten ihn und sein Lebenswerk einfach verbrannt. Toni drängte die Bilder der brennenden Lagerhalle zurück. Trotzdem hörte er die Schreie seines Freundes, die sich tief in seine Seele gefressen hatten. Tränen drängten sich durch seine geschlossen Augen. Heiß liefen sie über seine Wangen und vermischten sich mit den Regentropfen.
“Was hast du?”, hörte er Enrico besorgt fragen. Er kam auf ihn zu, als sie beide nur noch ein Schritt trennte, öffnete Toni die Augen. Er wollte den Freund nicht mehr sehen.
“Verschwinde aus meinem Kopf, verschwinde aus meinen Gedanken!”, schrie er in den dunklen Himmel. In ihm wuchs der Drang etwas zerstören zu müssen. Irgendetwas, ganz gleich was. Seine Hände ballte er zu Fäusten, mit der Rechten schlug Toni gegen die Straßenlaterne, unter der er stand. Ihr Licht begann zu flackern und fiel schließlich ganz aus, alles um ihn herum wurde dunkel.
“Du elender Feigling, was musstest du auch vor mir gehen! Glaub ja nicht, dass ich noch deine Hilfe brauche! Ich leg die Drachen auch ohne dich um!”, rief er aufgebracht. Toni konnte nicht mehr still stehen. Kopflos lief er los. Er wusste nicht wohin, seine Beine bewegten sich von selbst. Ganz automatisch suchte seine Hand die Waffe im Hosenbund. Er würde einfach ins Gebiet der Drachen rennen und den erst besten Mantelträger über den Haufen schießen, der ihm über den Weg lief. Vielleicht hatte er ja Glück und traf Michael höchst persönlich. Die finstere Fratze des Mannes drängte sich in seine Gedanken. Er grinste breit und lachte höhnisch. Der Chef der Drachen, der Mann der das Feuer entzündet hatte, war noch immer sein oberstes Ziel. Wenn er doch nur einen Weg an dessen Leibwächter vorbei finden könnte, wenn er nur gewusst hätte, wo sich dieses Schwein aufhielt. Tonis Tränen trockneten im Wind, sein Hass ließ sie versiegen.
Aaron - vielleicht wusste er wo, Michael sich aufhielt. Der alte Mann wusste über alle Aktivitäten der Drachen bescheid, immerhin hatte er mittlerweile einen Pakt mit ihnen geschlossen, um sein Geschäft nicht ganz zu verlieren.
Toni hielt inne. Er schnappte nach Luft, seine Oberschenkel brannten. Er brauchte einen Moment um sich zu orientieren. Mittlerweile war er so weit gelaufen, dass er den Stadtteil hinter sich gelassen hatte, in dem sich sein Apartment befand. Wenn er zu Aaron wollte, musste er die U-Bahn nehmen. Als sich sein Atem endlich wieder beruhigt hatte, sah Toni sich nach einer Treppe um, die hinab zu den U-Bahnstationen führte. Er brauchte nicht lange suchen. Direkt vor ihm führten einige Stufen hinab in die Tiefe. Ein Schild mit großen Druckbuchstaben hing darüber und wies ihm den Weg. Mit langsameren Schritten setzte er sich in Bewegung. Das Brennen in seinen Beinen ließ nur unmerklich nach. Es kam selten vor, dass er so weite Strecken zu Fuß ging. Die Zeiten in denen er sich durch die Straßen hetzen ließ waren längst vorbei, seit Enrico …
Toni schluckte diesen Gedanken hinunter. Er hatte Enrico doch gerade erst abgeschüttelt, warum nur musste er immer wieder an ihn denken? Er war jetzt schon seit fünf Jahren tot. Die Trauer um ihn musste doch endlich mal aufhören. Toni seufzte schwer und stieg die Treppen hinab. Er konnte die Bahn schon hören, die gerade einfuhr. Toni kannte die Fahrpläne auswendig, dass hatte er während seiner Ausbildung lernen müssen. Nach einem flüchten Blick auf die Uhr, war er sich sicher, das diese Bahn in Richtung Stadtmitte fuhr. Er beschleunigte seine Schritte und drängte sich an den Menschen vorbei, die ausgestiegen waren. Gerade noch rechtzeitig erreichte er die U-Bahn. Für diese Hetzerei war er nicht mehr geschaffen. Keuchend klammerte er sich an die nächstbeste Stange, denn einen Sitzplatz konnte er nicht mehr finden. Er hätte sein Auto und das Motorrad nicht verkaufen oder sich zumindest ein Fahrzeug von der Straße klauen sollen. Während er nach Atem rang fiel sein Blick wie selbstverständlich auf einen jungen Mann, der drei Schritte von ihm entfernt einen der begehrten Sitzplätze erwischt hatte. Er trug einen schwarzen Mantel, der bis auf den Boden reichte. Toni kannte ihn nicht, lediglich der Mantel hatte seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Junge Mann beugte sich nach vorn. Er hob etwas vom Boden auf. Augenblicklich verfinsterte sich Tonis Blick. Auf der Rückseite des Mantels schlängelte sich ein asiatischer Drache von der Schulter bis zur Hüfte. In großen Druckbuchstaben hielt er die chinesischen Schriftzeichen für Red Dragon in den Klauen. Toni hatte gefunden, wofür er aufgestanden war. Mit der Hand suchte er unter seiner Jacke nach seiner Pistole.
“Nicht hier! Hier sind zu viele Zeugen!”, mahnte ihn auf einmal eine vertraute Stimme. Erschrocken sah Toni zur Seite. Für den Bruchteil eines Momentes glaubte er einen Druck an seinem Handgelenk zu spüren, der ihn davon abhielt seine Waffe zu ziehen. Er sah die Umrisse seines Freundes, die sich wie ein Geist um die Gestalt eines anderen Mannes legten. Die geisterhafte Gestalt schüttelte mit dem Kopf und sah ihn mahnend an. War das ein Tagetraum? Toni blinzelte und die schemenhafte Gestalt seines Freundes verschwand. Hatte er sich seine Anwesenheit nur eingebildet? Der Mann, den Toni fälschlicher Weise für seinen getöteten Freund gehalten hatte, rückte einen Schritt von ihm weg. Er rollte genervt mit den Augen und öffnete seine Zeitung, um darin zu lesen. Toni atmete einmal tief durch. Anscheinend machte sich der Schlafmangel der letzten Nächte bemerkbar. Er sah schon Gespenster. Toni wandte seinen Blick ab und suchte nach dem Drachen, den er eben noch erschießen wollte. Der Sitzplatz war leer, der Drache verschwunden. Hatte er ihn sich auch nur eingebildet? Toni seufzte schwer, seine Augen brannten, seine Beine fühlten sich schwach und unendlich schwer an. Er schlurfte die wenigen Schritt weiter, bis er den leeren Sitzplatz erreichte. Wie ein Stein ließ er sich sinken. Er stütze seine Arme auf die Oberschenkel und legt den schweren Kopf in die offenen Handflächen. Ob er langsam verrückt wurde?

8 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Do Aug 25, 2011 10:01 pm

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Erst einmal Entschuldigung für die späte Antwort, aber 'das Leben verlangt nach mir'.

Zwei kleine Punkte. Was mir stilistisch aufgefallen ist:
Er blieb stehen und wandte seinen Blick in den Himmel. Er war bewölkt, nicht einmal der Mond lugte durch die schwarze Wolkendecke hindurch. Einzelne Regentropfen fielen ihm ins Gesicht.
"Er war bewölkt" würde ich streichen, da es zu mal durch den Nebensatz zu viel wird und andererseits auch verharmlosend klingt.

Er war diese Wege nicht allein gegangen.
Als neugieriger Leser würde ich jetzt gerne erfahren was für Wege. Der Satz steht mir ein wenig zu einsam.

Kontext:
Enrico kommt gut und interessant rüber. Ich mag die Vorstellung "vom Geist des verstorbenen Freundes". Die Verwirrung des Hauptcharakters kommt realistisch rüber. Sag mal, warum hat er nun die Fahrpläne auswendig gelernt, klingt nach einer netten Ausbildung?

Ich bin mal gespannt was du nun anstellst.
Man liest sich
mfg Lib

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9 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am Di Aug 30, 2011 11:58 am

Enrico

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Lehrling
Lehrling
Toni rieb sich die schmerzenden Augen. Erst jetzt begann er wirklich nachzudenken. Aaron war inzwischen Geschäftspartner der Drachen. Gut möglich das Toni in seinem Haus auf einen der verhasten Feinde traf. Vielleicht sogar auf Michael höchst persönlich? Als selbsterklärter Drachenjäger, stand Toni ganz oben auf der Abschussliste. Aarons Villa konnte ihm neben einem Job auch gut den Tod bescheren. Er musste ihn anrufen, um zu erfahren, ob die Luft rein war. Seufzend hob Toni seinen schweren Kopf aus den offenen Handflächen. Irgendwo in den Taschen der Hose musste er sein Handy gesteckt haben. Nur in welche? Toni klopfte seine Hosenbeine ab, bis er in der linken Tasche fündig wurde. Er kramte das Handy heraus und gab Aarons Nummer ein, dann hielt er einen Moment inne. War es wirklich klug, was er da tat? Er hatte es Anette versprochen. Keine Auftragsmorde mehr. Toni dachte an sein Apartment, an seine frierende Tochter, die oft vor Kälte nicht einschlafen konnte und an Anette, wie sie sich für die paar Doller abarbeitete. Sie musste ja nicht erfahren, woher das Geld kam, mit dem er die Strom und Gasrechnung bezahlte. Entschlossen tippte Toni auf den grünen Hörer und hob das Handy an sein Ohr. Der schrille Ton des Freizeichens erfüllte sein Gehör.
“Geh schon ran”, murmelte er ungeduldig. Toni sah auf die Uhr an seinem Handgelenk. Es war viertel vor Zehn, Aaron saß sicher wie jeden Abend um diese Zeit in seinem Arbeitszimmer. Was brauchte er also so lange, um an sein Telefon zu gehen? Hatte er vielleicht doch Drachenbesuch?
“Bei Longhard!”, hörte Toni eine Frauenstimme am anderen Ende der Leitung. Augenblicklich verkrampften sich seine Gedanken, seine Hände ballten sich zu Fäusten. Er hatte nicht damit gerechnet das ausgerechnet sie ans Telefon ihres Vaters ging. Was wollte Judy bei ihrem Vater? Enricos Ehefrau hatte ihm gerade noch gefehlt. Für einen Moment wusste er nicht, was er ihr sagen sollte. Als er stumm blieb, tönte ihm ihre Stimme ins Ohr:
“Hallo!?”
“Ist dein Vater in der Nähe?”, fand Toni schließlich doch noch die passenden Worte. Er brauchte sich noch nicht einmal vorstellen, Judy erkannte ihn an der Stimme, genau so wie er sie.
“Bandel? Du lebst auch noch? Wie schade!”, entgegnete sie schnippisch. Dieses Weib trieb ihn irgendwann noch einmal in den Wahnsinn. Konnte sie nicht einfach den Hörer weiter reichen? Musste sie die ausgesprochene Feindschaft noch vertiefen? Als wenn sie nicht von Anette gewusst hätte, dass er sich bester Gesundheit erfreute. Immerhin hingen sie doch oft genug zusammen, wenn er arbeiten war.
“Judy! Nerv mich nicht! Gib mir einfach Aaron!”, bat er sie mit erzwungen ruhiger Stimme. Noch ein falsches Wort von ihr und er würde platzen.
“Schon gut, ich will ja auch nicht mit dir sprechen. Dad für dich”, entgegnete sie ihm und gab das Telefon weiter.
“Was willst du Antonio?”, hörte Toni Aarons raue Stimme. Er klang ebenso schroff und abwehrend wie seine Tochter.
“Wir arbeiten jetzt schon seid zehn Jahren zusammen und immer noch bist du so förmlich?”, beschwerte Toni sich. Er hasste es bei seinem vollen Namen genannt zu werden. Das hatte Michael immer getan, als Toni noch zu den Drachen gehörte und er etwas nicht zu dessen Zufriedenheit erledigt hatte. Toni schüttelte die Bilder seiner Kindheit ab. Diese Zeit hatte er längst hinter sich gelassen.
“Ich korrigiere”, fuhr Aaron im selben kühlen Ton fort, “als du noch für mich arbeitetest!” Warum nur musste er so kleinlich sein? Er hatte ja weiter für Aaron arbeiten wollen aber ...
“Was willst du Bandel?”, erkundigte sich Aaron erneut, als Toni ihm nichts entgegnete.
“Ich brauche einen Job!”, kam Toni ohne Umschweife auf den Punkt.
“Ach auf einmal?”
“Aaron!” Toni hatte keine Lust auf diese Spielchen. Aaron hatte doch was er wollte, Toni war wieder bereit für ihn zu arbeiten. Was wollte er denn noch?
“Ich hätte da tatsächlich einen Job für dich vor Augen, vorausgesetzt du bist noch fit!” Aaron machte eine extra lange Pause. Sicher um zu betonen, dass er das Vertrauen in Tonis Fähigkeiten verloren hatte und einen Beweis einforderte, dass er inzwischen nicht aus der Übung war. Als wenn Toni so etwas nötig gehabt hätte.
”Hör auf mich zu verscheißern! Du weißt wie gut ich bin”, knurrte er ins Handy. Die Morde der letzten Wochen und Monate waren noch immer nicht aufgeklärt wurden. Wenn er auch nicht mehr für Geld tötete, das Morden hatte er sich nicht aufgegeben, ganz besonders nicht in diesen Zeiten.
“Ich weiß zwar nicht woher dein Sinneswandel kommt, aber wenn du unbedingt arbeiten willst, dann komm doch heute noch vorbei. Ich erklär dir die Einzelheiten wie immer in meinem Büro!”
“Muss ich dort deine Tochter ertragen?”, wollte Toni wissen. Wenn Judy ihm die Tür öffnete, würde er sich zügeln müssen nicht seine Kugeln an sie zu verschwenden, ganz besonders jetzt, wo sie mit ihrem alten Schulfreund wieder zusammen war. Sie war noch immer mit Enrico verheiratet, wie konnte sie sich da einen Neuen suchen und dann auch noch diese halbe Portion von Mann? Sie ging noch nicht einmal mehr auf den Friedhof. Toni hatte oft den Eindruck, als wenn für Judy ihr Mann nie existiert hätte.
“Das wird sich nicht vermeiden lassen. Sie und die Kinder wohnen bei mir!”, erklärte Aaron ihm. Auch das noch, die Kinder Enricos Wohnten jetzt mit ihrer Mutter bei ihrem Großvater? Dann würde er Judy und den Kindern in Zukunft öfters über den Weg laufen, wenn er wieder regelmäßig bei Aaron aus und ein ging? Den Blick ihres Sohnes konnte er nicht ertragen. Rene hatte die Augen seines Vaters geerbt und immer wenn er ihn sah, wollte der Siebenjährige Geschichten über seinen Vater hören, als wenn Toni sich freiwillig an diese Zeiten erinnern wollte. Seufzend ergab er sich seinem Schicksal. Er hatte keine Wahl, er brauchte das Geld.
“Na schön, dann muss ich das wohl ertragen. Ich bin schon auf dem Weg zu dir. Bis gleich!”

10 Re: Die Wölfe ~Das Leben danach~ am So Sep 25, 2011 3:30 pm

Libbiosa

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Phantarch
Phantarch
Tage über Tage sind vergangen. Schuldige dass du sooo lange warten musstest auf eine Antwort. Die letzte Zeit war sehr anstrengend für mich.

- Wieder eifrig am mitlesen-
Was mir aufgefallen ist, ist "verhasten Feinde". Doppel-S Wink

Das Telefongespräch ist gut gelungen, obwohl es eine schwere Situation ist. Schließlich muss man als Autor komplett auf Mimik und Gestik verzichten, Emotionen kamen trotzdem sehr gut rüber.

Man liest sich BB
Lib

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